Beitrags-Archiv für die Kategory 'Puschel'

5 Leben – oder so

Donnerstag, 20. August 2009 17:14

Schon lange nix mehr über Puschel gelesen? Was soll ich auch schreiben? Sie frisst, trinkt, schläft, kämpft (eher selten), lässt sich kraulen (am liebsten ständig) und eigentlich gehts ihr richtig gut. Zwar gehen wir noch ab und zu zum Tierarzt und lassen ihr Auge überprüfen, aber das macht schon seit Ewigkeiten keinen Ärger mehr. Beim letzten Besuch haben wir festgestellt, dass die Impfungen bei ihr längst überfällig sind.

Das mit den Impfungen bei Katz zu erledigen hatten wir am Montag abend vor. Seit 11 oder 12 Jahren habe ich auch Wasserschildkröten und genauso lange haben die ein Aquarium mit Plexiglasliegefläche und Steinaufbauten zum Graben und „Umdekorieren“. Nun ist diese Art Wasserschildie etwas schreckhaft, das bedeutet, wenn man die Treppe Richtung Schildiezuhause (sprich Bad, Schlafzimmer) hochläuft, dann springen die Kröten schwuppdiwupp ins Wasser. Da wird nie darauf geachtet, wohin der Sprung geht. 11 oder 12 Jahre ist nie was passiert. Aber man soll nie nie sagen. Eine der Damen hat eine Verletzung am Panzer abbekommen. Also kam auch Schildie mit zum Tierarzt. Schildie bekommt jetzt ein Desinfektionsspray im trockenen Eimer für 10 Minuten 3x am Tag, das ihr so gar nicht gefällt. Ansonsten ist sie munter. *puh*

Beim Einfangen von Puschelchen für den Kenneltransport nahm Männe die Katz hoch, und der Blick fiel auf ihren stark verklebten Hintern. Nun ist Puschelchen eine Dame und eine Dame lässt sich ungern auf den Allerwertesten gucken. Aber einen kurze Duftprobe („Riech mal am Hintern“) ergab,  dass es kein Durchfall war (hatte sie noch nie) und irgendwie auch kein Urin war. Der Tierarzt guckte nach dem Allerwertesten und tippte erst auf Durchfall. „Ach, da rasieren wir ein wenig, dann kann sie sich besser putzen.“ Während des Rasierens fielen die verklebten Fellteile herunter – mit Blut und Eiter verschmiert. Gar nicht gut 🙁 Und noch weniger gut war das Loch neben dem normalen „Loch“. „Analfistel“ und „sofort operieren“. Katz bekam eine Narkosespritze und mir wurde schlecht. Narkose und unser Puschelchen – keine gute Kombination. Aber die damalige Narkose wurde in Nürnberg und nicht bei unserem Tierarzt gemacht und der kennt die Eigenarten von unserer Katz.

Männe wurde zur Tierarzthelferin ernannt und ich bin mit dem Schildieeimer ins Wartezimmer. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich gewartet habe. Aber irgendwann haben sie mich wieder zur Katz gelassen. Ihr Hintern ziert jetzt ein Silberjodidspray und 10 Klammern. Das mit der Fistel muss schon länger gehen, aber seh das mal bei dem Fell unserer Katze und der Geziertheit, was Hintern angucken angeht.

7 Leben hat eine Katze. Ein Leben hat der Narkoseunfall damals gekostet, das nächste Leben geht für die Fistelsache drauf. 5 hätte sie noch. Aber die Katastrophen können gerne ausbleiben.

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Extra

Samstag, 22. Mai 2004 11:06

… für Bea:

Ich gebs ja schon zu ;-).Ich hab da Puschelchen extra ein bisschen geärgert und sie am Hinterteil gekitzelt…

Ach übrigens – die mistige Nekrose kommt in Mini-Sprenkeln wieder zurück. Seit gestern doktorn wir wieder mal mit Cortison herum, dass das nicht schlimmer wird. Nimmt das gar kein Ende mehr????

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Guten Morgen

Sonntag, 16. Mai 2004 11:05

… liebe Sorgen…

Tja, heute früh um 2 Uhr ins Bett und um 8 Uhr wieder aufgestanden.

Puschelchen war die ganze Nacht ruhig und hat mich schlafen lassen. Kein Problem! Doch um kurz vor 8 Uhr ist Männe von der Nachtschicht ins Bett gegangen. Und da gings wieder rund. Puschelchen hat wieder am Schrank neben meinem Bett gekratzt. Und da sind seit gestern die Badehandtücher als Schutz gegen das Kratzen weg.

Da konnte ich noch so sehr „Nein“ sagen, das brachte alles nichts. Männe motzte auch „Ich will jetzt schlafen, ich bin müde von der Nachtschicht“. Ich war auch noch müde! Aber ich bin dann aufgestanden und hab die Tür vom Schlafzimmer geschlossen. Und was soll ich Euch sagen? Seit diesem Zeitpunkt ist auch Puschelchen verschwunden. Die pennt bestimmt gerade in einem Eck, die hat ihren Willen bekommen!!

Sie ist im Moment sowieso mehr auf mich geprägt. Wenn ich heimkomme, dann erwartet sie mich schon köpfchengebend direkt hinter der Tür. Wenn Männe heimkommt, dann hebt sie höchstens mal den Kopf. Ich werde auch seltener verhauen…

Und Männe will wieder den Schrank und meine Bettseite mit Handtüchern verhängen. Und ich will das nicht! Ich will endlich mal wieder ein „normal“ aussehendes Schlafzimmer… Das schaut so sch*** aus mit den Handtüchern bei meiner Seite…

Ich werde jetzt wieder stricken. Stricken beruhigt.

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Schon 2 Wochen

Donnerstag, 6. Mai 2004 17:25

… gibts für Puschelchen ins Auge weder Sälbchen noch Tröpfchen.

Wir machen eine Medikamentenpause mit Abstimmung mit unserem Tierarzt. Der Defekt ist wirklich endgültig weg. Alles, was die Geschichte erinnert, ist eine leichte Augentrübung. Und wir -also auch der Tierarzt- wissen nicht, ob das die Stelle jetzt größer geworden ist. Also gibts noch eine Woche ohne Medis und dann wieder Kontrollbesuch beim Doc.

Puschel wird von Tag zu Tag fitter und neugieriger. Jetzt hüpft sie auch wieder aus dem Stand auf die Lehne vom Sessel. Die Lehne vom Kopfteil übrigens. Und zugenommen hat sie auch. Unsere Waage zeigt 3 kg an. Und auch langsam fühlt man wieder, dass etwas mehr Fleisch auf den Rippen ist.

Und hier ist ihr liebster Platz, wenn wir außer Haus sind. Klar, riecht ja auch am meisten nach uns. Wenn Ihr genau hinguckt, dann seht ihr links die Trübung, die uns so viel Kummer bereitet hat:

Puschelchen

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Unser Puschelchen

Freitag, 23. April 2004 17:23

… wird immer fitter.

Gestern haben wir sie auch mal auf eine Waage gestellt und die zeigte uns 3 kg an. 3 kg!!! Das Fell an der Kehle ist auch nachgewachsen und der Fellwechsel auch fast überstanden. Wehe, es kommt jemand mit schwarzen Hosen oder Pullovern zu uns. Der kommt mit schwarz und geht rotblond wieder davon 😉

Das Auge wird auch nicht mehr gekniffen und seitdem der Defekt aus dem Auge heraus ist, sind auch die unzähligen Eiterattacken Schnee von gestern.

Dafür ist sie jetzt auch wieder frecher und bekommt des öfteren mal wieder ein „NEIN“ zu hören. Türrahmen kratzen? NEIN! Krallen an der Couch wetzen? NEIN! Die Menschen nachts beim Schlafen mit Kratzen und Klopfen wachhalten? NEIN!

Ein paar harte, weil durchwachte Nächte habe ich auch hinter mir. Puschel fand ein neues Hobby: Wie halte ich nachts meine Menschen wach, damit sie dann mit mir spielen und ich Aufmerksamkeit habe? Ganz einfach. Als Katze kratzt man wahlweise an der Bettumrandung, dem Nachttischchen, dem Schrank. Wir Menschen waren dann so böse und haben alles mit Duschtüchern verhängt. Schaut zwar nimmer soooo schön aus, aber das Kratzen klingt gedämpfter und macht Puschel nicht mehr so viel Spaß.

Ein paar Mal mussten wir sie auch aus dem Schlafzimmer aussperren. Mit dem Ergebnis, dass sie dann gegen die Schlafzimmertür kratzte. Also wurde sie in die Küche gesperrt, wo sie auch an Futter und Klo rankann.

Aber jetzt hat sies wohl eingesehen, dass Katz, wenn sie brav und still nachts ist, auch weiter im Bett schlafen kann. Und damit Katz nachts auch müde ist und Ruhe gibt, wird wie früher mit dem Klappermäuschen am Wollfaden gespielt. Hatte sie schon seit mindestens September letzten Jahres nicht mehr die Lust dazu!

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Die Hornhaut-Nekrose

Freitag, 2. April 2004 17:22

… und die schier unendliche Geschichte um die verpatzte Narkose ist nun endgültig vorbei.

Klammheimlich ist das letzte Stückchen aus dem Auge gefallen, und wir haben es nicht gemerkt. Puschelchen wird auch immer agiler und aktiver. Langsam wachsen auch wieder die Haare an der Kehle, die in der Tierklinik abrasiert wurden, da man kurz vor einem Luftröhrenschnitt bei ihr stand. Das bisschen Trübung versuchen wir mit Salben- und Tröpfchenbehandlung einzudämmen.

Der Tierarzt war jedenfalls hochzufrieden. Er hat heute auch nochmal gesagt, dass Puschelchen keine 2 Tage länger in der Tierklinik überlebt hätte. Und wäre Männe damals nicht nach Nürnberg gefahren und hätte Puschelchen nicht auf eigene Verantwortung die 100 km bis zu unserem Tierarzt gefahren, würde heute kein Perserkätzchen meinen Platz auf der Couch streitig machen. Ich darf gar nicht dran denken, wie Puschel an dem Freitag Nachmittag ausgesehen hatte, als ich sie zum ersten Mal nach dem Narkoseunfall wieder gesehen habe.

Wie haben wir um sie gebangt, dass sie überlebt. Ihr Leben hing wirklich an einem seidenen Faden. Aber dank unseres Tierarztes und seiner Freundin, die sich ausgiebig um Puschelchen bei der Woche Aufenthalt in der Praxis um sie gekümmert hat, ist alles noch mal gut ausgegangen. Und auch Männe und ich haben einen Gutteil zu ihrer Genesung beigetragen. Wir haben Sälbchen, Tröpfchen, Aufbaumittel unserem Puschelchen gegeben, teilweise bis zu 6x am Tag. Männe hat extra damals 2 Wochen Urlaub gemacht, als Puschel wieder bei uns daheim war.

Jetzt muss sie weiter zunehmen, denn 2,8 kg sind bei einer ausgewachsenen Perserkatze, auch wenn sie etwas kleiner als „normale“ Perser ist, einfach zu wenig. Aber wir haben ja das Spezialfutter, das sie gerne futtert und das eine Gewichtszunahme von 400 g ermöglicht hat in einer relativ kurzen Zeit.

Puschel ist eine Kämpferin und hat einen unbändigen Lebenswillen. Und allein dieser Willen hat ihr das Überleben geholfen!

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Der Tierarzt

Donnerstag, 25. März 2004 17:20

… hat sich heute Puschelchens Auge gründlich angeguckt.

Das Ergebnis:
Um eine OP kommen wir definitiv rum. Das Thema hat sich nun endgültig erledigt *erleichtert bin* Nur – da ist noch ein Miniteilchen Nekrose im Auge und auch die Trübung sollte noch verschwinden. Und solange ist weiterhin Tröpfchen und Sälbchen angesagt. Aber das ist ja wohl das wenigste, das machen wir ja schon seit Monaten und Puschelchen hat sich auch dran gewöhnt. Hinterher gibts ja immer Leckerli.

Aber den größten Teil der Behandlung haben wir nun hinter uns. Endlich!!!! Auch unser Geldbeutel wird sich nun freuen.

Aber dafür gehen wir morgen in den MediaMarkt und schauen uns nach einer Espressomaschine um…

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Sie ist weg

Mittwoch, 24. März 2004 17:17

… einfach weg!

Wer? Die Nekrose, die uns so viel Kopfzerbrechen bei Puschel gekostet hat und wegen der sie bei der Narkose vor der OP fast gestorben wäre.

Schon gestern stellten Männe und ich fest, dass Puschel auf dem kranken Auge nicht mehr so „stiert“ und auch wieder auf den Schreibtischsessel bei Männes PC hüpft. Beim Besuch am Sonntag von Andrea und Thomas hat sie sich dorthin zurückgezogen. Dort ist sie seit dem Unglückstag im Oktober nie mehr gewesen.

Und heute früh schaute ich mir Puschelchen an und überlegte mir, irgendwas in ihrem Blick ist anders. Alleine kann ich mir ihr Auge nicht anschauen, da sind 2 Leute schon nötig *auf Kratzer an Hand schau* Aber gerade beim Tröpfchengeben haben wir genau das Auge inspiziert:

Mit dem Ergebnis:
Die Nekrose hat sich abgelöst!!!

Klammheimlich und ohne dass noch eine OP nötig wäre, die uns unser Tierarzt schon „angedroht“ hatte. Jetzt hat sie noch eine milchlige Trübung auf dem Auge, aber die kriegen wir auch noch weg. Und morgen gehts zum Tierarzt. Ich würd ja heute am liebsten schon gehen, aber da hat der OP-Tag. Und sooooo dringend ists ja doch wiederum nicht.

Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich ich bin *rumhampel und rumzappel*

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Nur gute Nachrichten

Donnerstag, 18. März 2004 17:16

… gibts von unserer Puschel.

Sie wiegt jetzt 2,8 kg und hat somit in den letzten 2 Monaten 300 g zugenommen. Das mit dem Auge macht uns zwar weiter Sorgen, aber auch da gehts wieder aufwärts. Mal sehen, wie lange… Vor 2 Wochen waren wir beim Tierarzt, da haben wir zu lange das Cortison weggelassen und schon hatten wir den Salat. Die Trübung war wieder da und größer denn je. Seit dem gibts 4x pro Tag Tröpfchen und Salbe ins Auge. Aber seit einer Woche geht die Trübung wieder zurück und es ist wieder ein Fortschritt.

Fortschritt? Naja, relativ gesehen. Eiter ist wieder im Spiel. Aber da haben wir ein Sälbchen hier, wo wir das auch schnell wieder in den Griff bekommen. Die Nekrose ist immer noch vorhanden… Und wenn alles nichts hilft, dann droht doch wieder eine OP. Aber diesmal führt die unser Tierarzt durch. NIE wieder in der Tierklinik in Nürnberg. NIE wieder…

Aber bis dahin hats noch Zeit und jetzt laborieren wir weiter mit Sälbchen und Tröpfchen.

Und drücken ganz arg Däumchen (der Menschen) und Pfötchen (von Puschel) für Annies Moritz für morgen Nachmittag…

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Das mit Puschels Auge

Freitag, 5. März 2004 17:14

… wird und wird nicht besser…

Männe hat gemeint, dass eine Entzündung im Auge ist. Also hat er fast 2 Wochen ausschließlich mit Antibiotika behandelt. Da wir dadurch das Cortison weggelassen haben, ist die Trübung wieder schlimmer geworden. Und da war heute wieder ein Besuch beim Tierarzt angesagt.

Wir müssen jetzt 4x am Tag das Auge behandeln. Die beiden neuen Medikamente immer abwechselnd. Einmal Salbe, dann Tröpfchen, wieder Salbe, wieder Tröpfchen. Die arme Maus! Das niedliche Tübchen Salbe hat schlappe 21 € gekostet und die Rechnung hat etwas über 80 € insgesamt betragen. Da war nicht nur die heutige Behandlung zu bezahlen, wir lassen immer einige Behandlungstage zusammenkommen. Nun basteln wir fast 5 Monate an dem Auge herum. So langsam könnte es auch wirklich wieder gut sein…

Dafür hat Puschelchen ihren Platz im Bett gefunden, ohne dass es mit Meckern und Maunzen und Kratzen und Rumoren abgeht: auf dem mittleren Kissen zwischen uns. Eigentlich liegen ja da auch Teddybären, aber Puschel findet noch genügend Platz für sich. Und wenn sie dann runterwill von ihrem Kissen, dann fängt sie das Maunzen an, wenn jemand im Bett liegt. Derjenige muss dann die Teddys beiseite räumen, damit Madame heruntersteigen kann. Sie ist noch nie auf einen Teddybär oder sonst ein Kuscheltier getreten. Die werden vorsichtig umkurvt!

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